(theLID
Eine Choreografie von Ayman Harper
mit Livemusik von Matmos
»(theLID« ist kein Endprodukt. Es ist der Beginn einer Annäherung an ein Bewegungskonzept, in dessen Mittelpunkt die Erzeugung von Klangkompositionen durch den Körper steht. Der erste Teil einer Studie, der sich Ayman Harper in den nächsten Jahren widmen wird.
›It’s all about listening‹. Ayman Harper
Interviews zum Stück: www.vimeo.com/43812443
Ayman Harper wurde 1979 in Clear Lake City in Texas geboren und an der High School for the Performing & Visual Arts in Houston ausgebildet. Nachdem er eine Zeitlang bei Hubbard Street Dance in Chicago getanzt hatte, schloss er sich dem Nederlands Dans Theater II an. Zwischen 2001 und 2006 arbeitete er unter der Leitung von William Forsythe für das Ballett Frankfurt und die Forsythe Company. Während dieser Zeit choreografierte er auch Stücke für das Nederlands Dans Theater II, Hubbard Street Dance Chicago, Dominic Walsh Dance Theater, sowie zahlreiche andere Projekte. Ayman Harper lebt in Berlin und arbeitet als freier Choreograf, Tänzer und unterrichtet Tanz.
Jermaine Spivey wurde in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland geboren. Im Mai 2002 schloss er sein Tänzerstudium an der Juilliard School ab und zog nach Lissabon, wo er von 2002 bis 2005 ein Engagement beim Ballet Gulbenkian erhielt. Von 2005 bis zum Sommer 2008 war er Mitglied des Cullberg Ballet. Seit 2008 arbeitet Jermaine mit Kidd Pivot sowie den Kompanien Rumpus Room Dance und der Hofesh Shechter Dance Company. Er wurde mit zahlreichen Tanzpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Princess-Grace-Award und einem Stipendium der National Foundation for Advancement in the Arts.
Matmos sind M.C. Schmidt und Drew Daniel. Sie machen atmosphärische, idiosynkratische Elektro-Musik, in der sie Sampler, analoge Keyboards, Tonaufzeichnungen und Gitarren verwenden und zufällige Erfahrungen in ihre Sequenzen einbetten. Viele Songs basieren auf der Methode der konzeptuellen Beschränkung und sind komplett aus Samples einer einzigen Tonquelle wie z.B. aufgezeichneten OP-Geräuschen oder Kontaktmikrofonen in Haaren zusammengebaut. Manchmal werden aus Samples und Aufzeichnungen ausgeklügelte rhythmische Sequenzen, andere Male bleiben die Tonquellen ohne Beat und werden zu furchterregend geräuschvollen Atmosphären geformt.
Tomi Paasonen wurde 1970 in Helsinki in Finnland geboren, wo er als Achtjähriger in der Finnischen Nationalen Ballettschule zu studieren begann. Seine Balletttänzerkarriere beinhaltet Solistenverträge mit dem Hamburg Ballett von John Neumeier, Alonzo Kings Lines Ballet in San Francisco und Joffrey Ballet in Chicago. Neben seiner Tänzerkarriere kreierte er seit seinem 21. Lebensjahr kontinuierlich auch eigene Tanzstücke in Hamburg, San Francisco und Chicago. Zurzeit befasst er sich damit, seine Bühnenkunst und Medienpraxis weiter in Richtung interaktive Konstellationen zu entwickeln und das auszudrücken, was der Körper des 21. Jahrhundert zu sagen hat.